Geschiebestatistische Untersuchungen in Nordwestsachsen
Kurzfassung Die Untersuchung von 130 Grundmoränenproben der 1960er bis 1980er Jahre aus Nordwestsachsen untermauert von der Geschiebestatistik her die stratigraphische Gliederung der Grundmoränen. Dabei wird belegt, dass sowohl die Elster- als auch die Saalekaltzeit mit einem quarzreichen, dolomit- und kalksteinärmeren Vorstoß beginnt, im nachfolgendem 2. Vorstoß kehren sich die Anteile um. Statistischerseits besteht bis auf diese allgemeine Feststellung keine Korrelation mit dem nördlich anschließenden nordostdeutschen Raum. Die geprüften statistischen Verfahren ergaben keine hinreichende Trennung der einzelnen Horizonte. Eine Trennung ist dagegen mit Dreiecksdiagrammen für NK-Q-PK (nordisches Kristallin – Quarz – paläozoische Kalke) und NK-Q-F (nordisches Kristallin – Quarz – Feuerstein) möglich, in die sich auch Geschiebelehme einordnen lassen. Die Gliederung für die Fraktionen 4–10 mm und 7–15 mm sind sich sehr ähnlich. Da sich jedoch die Bereiche für E I und S I sowie E II und S II 1 sehr stark überdecken, ist das Verfahren nur für die Gliederung in einer Eiszeit (Elster oder Saale), sonst nur zusammen mit anderen Methoden (z.B. Schnittdarstellungen) verwendbar. Im untersuchten Raum (ca. 240 km2) ist der Geschiebebestand der einzelnen Moränen nach statistischen Verfahren weitgehend homogen („statistisch zufällig“). An mehreren Objekten wird die Aussagekraft der Methode belegt.
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