- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.09
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Reinhard Zweidler
Die Beratungsstelle der Schweizerischen Evaluationsgesellschaft (SEVAL) wurde 2021 als Reaktion auf verbreitete Einflussversuche von Auftraggebenden in Evaluationen gegründet. Ziel ist es, Evaluierende bei fachlichen, rechtlichen und ethischen Fragen zu unterstützen, zur Qualitätssicherung beizutragen und im Konfliktfall auch Mediation zu ermöglichen. Trotz nachgewiesener Relevanz bleibt die Nachfrage nach Beratung und Unterstützung in Fällen unzulässiger Beeinflussung gering, wohl aus Angst vor beruflichen Nachteilen. In anderen Fragen im Zusammenhang mit Evaluationen ist aber eine große Vielfalt an Themen bezüglich Beratungsbedarf festzustellen. Die Beratungsstelle verfolgt einen niederschwelligen Ansatz, setzt auf Vertraulichkeit und bietet für SEVAL-Mitglieder eine kostenlose Erstberatung von bis zu drei Stunden. Weitergehende Beratungen sind kostenpflichtig. Das Modell könnte auch für andere Fachgesellschaften wie die DeGEval wegweisend sein.
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.12
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Ingo Dungs + 2 more
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.02
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Moritz Ansmann + 1 more
Der Beitrag argumentiert, dass Evaluationen in ausdifferenzierten und hochkomplexen Gesellschaften in organisationalen Kontexten stattfinden. Insofern ist es bemerkenswert, dass die Verbindung von Evaluation und Organisationstheorie bisher nicht stärker vorangetrieben wurde. Daher wird in diesem Beitrag vorgeschlagen, die bislang bekannten Evaluationsfunktionen organisationstheoretisch zu fundieren, da die Nicht-Berücksichtigung von Organisationstheorien bestimmte Erkenntnislücken zur Folge hat. Das Ergebnis dieser Erkenntnislücken ist ein limitiertes und oft normativ verkürztes Verständnis der Funktionen von Evaluation in organisationalen Kontexten. Auf diese Weise werden die aus einer Innenperspektive heraus entwickelten Evaluationsfunktionen, wie etwa Legitimitätsfunktion, Erkenntnisfunktion etc., durch Evaluationsfunktionen aus einer theoretisch inspirierten Außenperspektive ergänzt, wie etwa Standardisierungsfunktion oder Integrationsfunktion. Für die Evaluationspraxis ergeben sich daraus multiple und vor allem wertungsfreie Perspektiven auf Evaluationsfunktionen.
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.16
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Leo Urban Wangler + 2 more
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.06
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Daniel Deimel
Im Rahmen der International Civic and Citizenship Education Study (ICCS) 2022 erhielten teilnehmende Schulen eine individuelle Schulrückmeldung. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Ergebnisse aus internationalen Large-Scale-Assessments so aufbereitet werden können, dass sie tatsächlich schulische Entwicklungsprozesse unterstützen. Vor dem Hintergrund der Verwendungsforschung werden Herausforderungen internationaler Vergleichsstudien beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf faire Vergleichsmöglichkeiten und anschlussfähige Rückmeldeformate. Eine ergänzende Rezeptionsstudie evaluiert die Verständlichkeit und Nutzung der Schulrückmeldungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Rückmeldungen insgesamt positiv bewertet werden, insbesondere in Hinblick auf ihre Struktur, Verständlichkeit und Praxisrelevanz. Hinsichtlich der Einbindung von Stakeholdern wie Eltern und Schüler:innen zeigt sich hingegen ein Optimierungsbedarf.
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.07
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Dennis John + 3 more
Vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforderungen und Problemlagen, mit denen die Kirchen und kirchliche Institutionen aktuell konfrontiert sind, erscheinen Wirkungsorientierung, Wirkungsanalysen und Evaluationen wirkungsbezogener Forschung als zielführende Strategien zur Bewältigung dieser Anforderungen. Der Beitrag definiert zentrale Begriffe, erläutert relevante methodische Ansätze und präsentiert mit dem Wirkungsradar ein methodisches Instrumentarium, das kirchlichen Einrichtungen und Diensten – unter aktiver Einbindung der Akteure vor Ort – die Entwicklung passgenauer, praxisorientierter Strategien ermöglicht. Ziel ist es, die Auskunftsfähigkeit darüber zu erhöhen, welche Angebote und Maßnahmen der kirchlichen Praxis unter welchen Bedingungen bei welchen Zielgruppen in welchem Ausmaß wirken und durch welche methodischen Zugänge eine Optimierung sowie konzeptionelle Weiterentwicklung realisiert werden kann.
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.11
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Evelyn Funk + 1 more
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.05
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Anna Von Werthern + 1 more
Die Wahl einer theoriebasierten Herangehensweise ist bei Evaluationen über alle Politik- und Handlungsfelder hinweg mittlerweile gängige Praxis. Liegt der Mehrwert einer Evaluation, die die Fragen nach dem Wie und Warum beantworten kann, hinsichtlich ihres höheren Informationswerts – auch in komplexen Settings – auf der Hand, bleiben Herausforderungen in der konkreten Umsetzung. Diese treten häufig bei der Konstruktion der Programmtheorie (PT), dem Herzstück der theoriebasierten Evaluation (TBE), auf. Dieser Artikel stellt zwei qualitative Interviewmethoden vor, welche im Kontext der TBE sowohl zur Generierung einer PT als auch für die Erhebung von Daten im Evaluierungsprozess selbst zur Anwendung gebracht werden können: die Success Case Method (SCM) nach Brinkerhoff (2002) und das Semi Structured Interview Protocol (SSIP) nach Gugiu und Rodriguez-Campos (2007). Das Anwendungsbeispiel beleuchtet die beiden Methoden im Rahmen einer PT-Entwicklung.
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.14
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Christelle Nowack
- Research Article
- 10.31244/zfe.2025.02.19
- Oct 1, 2025
- Zeitschrift für Evaluation
- Thomas Krüger + 2 more