- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00793-y
- Feb 4, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Zhao Wei + 2 more
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00789-8
- Jan 26, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Roya Schwarz
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-026-00802-8
- Jan 26, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-026-00805-5
- Jan 23, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Jürgen Bachmann
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00788-9
- Jan 22, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Joanna Dietzel + 1 more
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00797-8
- Jan 21, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Peter Panhofer + 2 more
Zusammenfassung Hintergrund (Prä‑)Adipositas betrifft mittlerweile über zwei Fünftel der Weltbevölkerung. Die konventionelle State-of-the-Art-Pharmakotherapie zur Gewichtsabnahme („anti-obesity medication“, AOM) ist integraler Eckpfeiler der internationalen Guidelines. Im asiatischen Raum kommt auch die traditionelle Kräutermedizin in dieser Indikation zum Einsatz und wird extensiv beforscht. Ziel der Arbeit und Methodik Narratives Review zum Einsatz von AOM und Phytopharmaka in der Behandlung von (Prä‑)Adipositas und dem psychosozialen atherogenen lipopathischen metabolischen Syndrom (PSALMS). Resultate Bei einem Body-Mass-Index von 27 kg/m 2 oder mehr sind 9 AOM-Präparate von der European Medicines Agency (EMA) zur Behandlung von monogenetischer (Orphan-Arzneimittel: Metreleptin, Setmelanotid, Somatotropin) und poly- bzw. epigenetischer (Prä‑)Adipositas (Naltrexonhydrochlorid, Bupropionhydrochlorid, Orlistat, Liraglutid, Semaglutid, Tirzepatid) zugelassen. Die einzelnen AOM haben eine große Bandbreite bei der Gewichtsreduktion, wobei v. a. die neuen GLP(„glucagon-like peptide“)-1-Analoga sehr effektiv sind. In der Interventionsstudie SURMOUNT‑5 war Tirzepatid 10 mg/15 mg dem Semaglutid 1,7 mg/2,4 mg deutlich überlegen (% TWL [„total weight loss“]: −20,2 % vs. −13,7 %). Auch Phytopharmaka konnten in rezenten Metaanalysen und Interventionsstudien statistisch signifikante und klinisch relevante Gewichtsabnahmen verzeichnen: Nigella sativa, Camellia sinensis/japonica viridis, Coffea arabica viridis, Phaseolus vulgaris, Curcuma longa und Ephedra sinica sowie die japanische Kräutermischung Bofu Tsusho San. An die Erfolge der AOM kommt die Kräutermedizin jedoch nicht heran. Diskussion Die State-of-the-Art-AOM sind hoch effektive Appetitmodulatoren mit handhabbaren Nebenwirkungen. Sie müssen jedoch dauerhaft eingesetzt werden, da die Gewichtszunahme sonst unvermeidbar ist. In Zukunft sollten auch integrative Ansätze in multimodalen Therapiekonzepten verfolgt werden, um TCM-Kräuter als Add-on zu modernen AOM einzusetzen, um einerseits die Wirkung zu steigern und andererseits Nebenwirkungen zu reduzieren.
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- Research Article
- 10.1007/s42212-026-00806-4
- Jan 20, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00790-1
- Jan 19, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- New
- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00799-6
- Jan 19, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Steffi Rothe + 1 more
Zusammenfassung Hintergrund In der Grundlagenforschung zeigte Akupunktur Effekte auf Organsysteme und Gewebe. Zudem wird Akupunktur v. a. im asiatischen Raum für die Therapie von (Prä‑)Adipositas und den metabolischen Folgeerkrankungen eingesetzt. Ziel der Arbeit und Methodik Narrative Übersichtsarbeit zur Grundlagenforschung hinsichtlich der Effekte von Akupunktur auf Endokrinum, Metabolismus, Nervensystem und Mikrobiom bei Übergewicht und metabolischem Syndrom. Resultate 23 murine Grundlagenstudien bestätigten die Wirkungen von Akupunktur auf (Prä‑)Adipositas und das metabolische Syndrom. Im Hirnstamm und im Hypothalamus werden die Neuronenaktivität und die Sekretion von Neurotransmittern (Serotonin, Noradrenalin, Proopiomelanocortin etc.) in den Zentren für Sättigung, Hunger und Suchtverhalten beeinflusst. Über die neuroendokrine Achse werden auch Inkretine (Leptin, Adiponektin, Ghrelin, Neuropeptid Y, GLP(„glucagon-like peptide“)-1 etc.) gesteuert. Durch aurikuläre Äste des N. vagus kann die Ohrakupunktur über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse auf die Organsysteme wirken, während die Körperakupunktur auch die Sympathikus-Nebennieren-Achse nutzt. Akupunktur transformiert zudem das weiße in braunes Fett und reguliert somit den Grundumsatz und den Lipidmetabolismus. Anhand der Senkung der Insulin- und Leptinresistenz kann der Zuckermetabolismus ebenfalls verbessert werden (Glukose und Insulin, Hämoglobin A 1c [HbA 1c ], Homeostasis Model Assessment of Insulin Resistance [HOMA-IR] etc.). Durch die Reduktion der chronischen Inflammation im Gastrointestinaltrakt, im Fettgewebe und im Blutkreislauf (TNF[Tumornekrosefaktor]-α, IL[Interleukin]-6, NF-κB [„nuclear factor ‚kappa-light-chain enhancer‘ of activated B‑cells“] etc.) werden die mikrobielle Diversität und Dysbiose optimiert ( Bacteroidetes, Firmicutes und Prevotella ). Alle Mechanismen führen letztendlich zur Abnahme von Körpergewicht, Fettleber und Diabetes mellitus. Diskussion Nach der Bestätigung der vielfältigen Wirkmechanismen der Akupunktur durch die Grundlagenforschung sollten neue Hypothesen zur Integration von Akupunktur in multimodale Therapiekonzepte bei (Prä‑)Adipositas und dem metabolischen Syndrom in qualitativ hochwertigen Interventionsstudien evidenzbasiert überprüft werden.
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- Research Article
- 10.1007/s42212-025-00795-w
- Jan 19, 2026
- Deutsche Zeitschrift für Akupunktur
- Peter Panhofer + 1 more
Zusammenfassung Hintergrund Ein Fünftel der weltweiten Gesamtmortalität (22 %) ist auf eine ungesunde Ernährungsweise mit verarbeiteten ballaststoffarmen Lebensmitteln und übermäßigem Salzkonsum zurückzuführen. Ziel der Arbeit und Methodik Narratives Review zu konventionellen Diätformen und die Integration traditioneller chinesischer Medizin (TCM) in der Behandlung von (Prä‑)Adipositas. Die Qualität der Evidenz wird mit der GRADE(Grading of Recommendations Assessment, Development, and Evaluation)-Klassifikation beurteilt. Resultate Konventionelle Diäten werden nach 3 Hauptkriterien eingeteilt: (1) Zusammensetzung der Makronährstoffe, (2) Höhe der Kalorienrestriktion (VLCD [„very low calorie diets“]: ≤ 800 kcal/Tag; LCD [„low calorie diets“]: 800–1500 kcal/Tag) und (3) Zeitbegrenzung der Nahrungsaufnahme. Anhand von 2 Metaanalysen ergibt sich folgendes Top-5-Ranking von populären konventionellen Diäten: 1. „Ornish“ (−9,03 kg; GRADE moderat), 2. „Zone“ (−8,44 kg; GRADE moderat) 3. „Jenny Craig“ (−7,77 kg; GRADE hoch), 4. „Volumetrics“ (−5,95 kg; GRADE moderat) und 5. „Atkins“ (−5,46 kg/−10,14 kg; GRADE moderat; CAVE: Kontraindikationen ketogene Diät und kardiovaskuläre Komorbiditäten). Mit allen Diätformen lassen sich erfolgreiche Gewichtsabnahmen erreichen. LCD werden v. a. bei „einfacher“ (Prä‑)Adipositas und bestehender Fettleber empfohlen, während Low-fat-Diäten bei kardiovaskulären Komorbiditäten und Dyslipidämien indiziert sind. Insgesamt soll unverarbeiteten, ballaststoffreichen und überwiegend pflanzenbasierten Lebensmitteln der Vorzug gegeben werden. Im Vergleich hat sich das „alternate day fasting“ in der Kategorie (3) durchgesetzt. Erythritol, Lactitol, Maltitol und Isomalt sind wegen ihrer präbiotischen Wirkung als Süßungsmittel noch am besten geeignet. Neben der TCM-basierten Ernährung nach den 5 Elementen kann Akupunktur additiv zu (V)LCD genutzt werden, um die Gewichtsregulation nachhaltig zu gewährleisten. Diskussion Bei (Prä‑)Adipositas sind multimodale Therapiekonzepte unter Einbeziehung der TCM sinnvoll, um nach einer initialen Gewichtsabnahme das Gewicht auch halten zu können.