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  • Research Article
  • 10.3897/gs.71.e181225
Künstlich, sächsisch oder …? Überraschungen und Irrungen bei der Untersuchung des Malachits an der „Uhr mit einem Bergsänger“ im Dresdner Grünen Gewölbe (Inv.Nr. VI 101)
  • Dec 17, 2025
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Ulf Kempe + 1 more

Im Grünen Gewölbe in Dresden fällt eine von Hofjuwelier Johann Heinrich Köhler (1668–1736) für die Pretiosensammlung August des Starken (1670–1733) gelieferte Prunkuhr auf, bei der ein in eine Bergmannstracht gekleideter Sänger auf einem großen Malachitaggregat steht. Eine erste Begutachtung führte zunächst zu der Annahme, dass es sich bei dem Malachit nicht um eine natürliche Bildung, sondern um eine künstlich geschaffene Steinstufe handeln müsse. Da Malachit an anderen Pretiosen des Grünen Gewölbes praktisch nicht in Erscheinung tritt, überreichte der Rektor der TU Bergakademie Freiberg dem Dresdener Museum anlässlich einer Ausstellungseröffnung eine ungewöhnlich große Prachtstufe, die im Mineralhandel erworben worden war. Nachfolgende umfangreiche Untersuchungen zeigten, dass dieser Malachit seinerseits Produkt einer Hydrothermalsynthese nach einem in den 1980er Jahren in Russland entwickelten Verfahren ist. Zerstörungsfreie Analysen an der Uhr belegen hingegen, dass es sich bei dem „Berg“ unter der Perlfigur um einen natürlichen Malachit handelt, der ungewöhnlich hohe Gehalte von Arsen und Zink aufweist. Um die Herkunft der Malachitstufe unter dem „Bergsänger“ zu klären, wurden Vergleichsuntersuchungen an Sammlungsbelegen aus den Mineralogischen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg durchgeführt, die Vorkommen im Ural, am Inn und am Kongo repräsentieren. Einbezogen wurden auch zwei als „Russische Mosaike“ gefertigte Objekte: eine Tischplatte aus dem Depot des Grünen Gewölbes und ein defektes Werkstück mit sogenanntem „Aushkuler Jaspis“ als Trägermaterial aus der Freiberger Mineralsammlung. Ebenso wie seine spezifische Ausbildung belegen die Resultate der chemischen Analysen die Herkunft des Malachits unter dem „Bergsänger“ aus den historischen Silber- und Kupferlagerstätten der Bergbauregion Schwaz–Brixlegg in Tirol. Der Befund lässt allerdings offen, wie der Hofjuwelier Köhler Anfang des 18. Jahrhunderts an eine derartig seltene und große Schaustufe gelangen konnte, die nach wie vor als singulär gelten darf.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.71.e166604
Das Lausitzer Massiv — ein Bruchstück des cadomischen Orogens, Ein Exkursionsführer durch die Oberlausitz (revidierte Version)
  • Jul 25, 2025
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Helga Kemnitz

Im Fokus des vorliegenden Exkursionsführers steht die cadomische Entstehungsgeschichte der die Oberlausitz prägenden sedimentären und magmatischen Gesteine. Basis hierfür sind geologische Kartierungsarbeiten in den Verbreitungsgebieten der Grauwacken und ihrer Kontaktsituationen zu granodioritischen Gesteinen sowie ein umfangreiches petrographisches und geochemisches Datenmaterial. Hinzugezogen wurden die zahlreichen verfügbaren Daten zur Geochronologie. Sie bilden den Rahmen einer modernen Darstellung der Geschichte dieses östlichsten Teils des Saxothuringikums – von den Cadomiden bis rezent. Das Hauptaugenmerk des Exkursionsführers liegt auf der Sedimentationsgeschichte der turbiditischen Grauwacken (Lausitz-­Gruppe, Ediacarium) und insbesondere von Lithoklastenanalyse und geochemischer Klassifikation zur Herleitung von tektonischer Liefergebiets- und Sedimentbeckenposition. Die verschiedenen Typen der cadomischen magmatischen Gesteine werden gesondert beschrieben. In weiteren Kapiteln wird auf den tektonischen Bau sowie auf Metamorphosemerkmale der Grauwacken eingegangen. Die Deformation der Grauwacken und die Bildung großräumiger granodioritischer Körper sind das Ergebnis progradierender Subduktion ozeanischer Kruste unter den nördlichen Kontinentalrand Gondwanas. Die jüngeren, phanerozoischen Etappen magmatischer Aktivitäten werden nur angerissen, so auch die bereits postcadomisch einsetzende Geschichte der Hebungsetappen des Lausitz-Massivs. Ein kurzer Exkurs ins Erzgebirge soll den Blick auf die Komplexität der Basementproblematik schärfen. Der Exkursionsteil umfasst zehn Exkursionspunkte mit jeweils spezifischen Schwerpunkten, die Einblick in die Entwicklungsabschnitte, bzw. -prozesse der cadomischen Gebirgsbildung, aber auch in die jüngere geologische Entwicklung im Lausitzer Massiv ermöglichen. Alle Aufschlusskoordinaten sind in Dezimalgrad angegeben.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.71.e147496
Die geologische Entwicklung und Metamorphose im Erzgebirge, Ein Exkursionsführer durch das Erzgebirge
  • Mar 5, 2025
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Kerstin Rötzler

Der Exkursionsführer gibt am Beispiel von zwölf ausgewählten Aufschlusspunkten einen Überblick zur komplexen Entstehungs­geschichte des Erzgebirgskristallins. Die Zuordnung der geologischen Aufschlusspunkte zur jeweiligen metamorphen Einheit erfolgt durch eine Zusammenführung und Interpretation geochemisch-lithologischer-, petrologischer- und tektonischer Untersuchungsergebnisse und anhand von Altersdaten. An den Aufschlusspunkten werden Vergleiche zu angrenzenden geologischen Einheiten, wie zur Lausitz, zum Frankenberger Zwischengebirge und zum Münchberger Massiv hergestellt. Entlang eines vom Ost- zum mittleren Erzgebirge verlaufenden Profils können vom Liegenden zum Hangenden die folgenden metamorphen Einheiten unterschieden werden: Im Liegenden stehen Gesteine der Gneiss-Amphibolit-Einheit an. Dazu gehören Orthogneise, mit eingeschalteten Amphiboliten und Metagrauwacken, deren Edukte identisch mit Granodioriten und Grauwacken der Lausitz sind. Darüber folgen fünf verschiedene Deckeneinheiten. Diese weisen gleiche lithologisch-geochemische Merkmale auf, die eine Zuordnung zu Sedimentgesteinen und Vulkaniten thüringischer Fazies zulassen. Die Decken lassen sich petrologisch durch ihre unterschiedlichen maximalen Druck- und Temperaturbedingungen voneinander abgrenzen. Die Metamorphite der fünf Hochdruck-Decken unterlagen einer variszischen Subduktion in unterschiedliche Tiefen und stiegen anschließend bis in die mittlere Kruste auf. Die mit dem Aufstieg ­verbundene ­Krustenverdickung leitete einen Extensionsprozess ein. Dabei entstand der Kontakt der fünf Deckeneinheiten mit der tiefsten Gneis-Amphibolit-Einheit und der oberen allochthonen Deckeneinheit. Im Tertiär wurde das gesamte Erzgebirgskristallin bruchtektonisch herausgehoben.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.71.e147940
Das Lausitzer Massiv — ein Bruchstück des cadomischen Orogens, Ein Exkursionsführer durch die Oberlausitz
  • Mar 4, 2025
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Helga Kemnitz

Im Fokus des vorliegenden Exkursionsführers steht die cadomische Entstehungsgeschichte der die Oberlausitz prägenden sedimentären und magmatischen Gesteine. Basis hierfür sind geologische Kartierungsarbeiten in den Verbreitungsgebieten der Grauwacken und ihrer Kontaktsituationen zu granodioritischen Gesteinen sowie ein umfangreiches petrographisches und geochemisches Datenmaterial. Hinzugezogen wurden die zahlreichen verfügbaren Daten zur Geochronologie. Sie bilden den Rahmen einer modernen Darstellung der Geschichte dieses östlichsten Teils des Saxothuringikums – von den Cadomiden bis rezent. Das Hauptaugenmerk des Exkursionsführers liegt auf der Sedimentationsgeschichte der turbiditischen Grauwacken (Lausitz-­Gruppe, Ediacarium) und insbesondere von Lithoklastenanalyse und geochemischer Klassifikation zur Herleitung von tektonischer Liefergebiets- und Sedimentbeckenposition. Die verschiedenen Typen der cadomischen magmatischen Gesteine werden gesondert beschrieben. In weiteren Kapiteln wird auf den tektonischen Bau sowie auf Metamorphosemerkmale der Grauwacken eingegangen. Die Deformation der Grauwacken und die Bildung großräumiger granodioritischer Körper sind das Ergebnis progradierender Subduktion ozeanischer Kruste unter den nördlichen Kontinentalrand Gondwanas. Die jüngeren, phanerozoischen Etappen magmatischer Aktivitäten werden nur angerissen, so auch die bereits postcadomisch einsetzende Geschichte der Hebungsetappen des Lausitz-Massivs. Ein kurzer Exkurs ins Erzgebirge soll den Blick auf die Komplexität der Basementproblematik schärfen. Der Exkursionsteil umfasst zehn Exkursionspunkte mit jeweils spezifischen Schwerpunkten, die Einblick in die Entwicklungsabschnitte, bzw. -prozesse der cadomischen Gebirgsbildung, aber auch in die jüngere geologische Entwicklung im Lausitzer Massiv ermöglichen. Alle Aufschlusskoordinaten sind in Dezimalgrad angegeben.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.70.e130048
„Die Wände sind bis zwei Fuß hoch mit Lambris von poliertem Verde antico umgeben“ Ein in der römischen Antike genutztes Gestein im Thronsaal des Schweriner Schlosses?
  • Aug 19, 2024
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Ulf Kempe

Spätestens ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Verwendung bekannter, bereits in der Antike genutzter Dekorgesteine oder von entsprechenden Stuckimitaten ein wichtiges Element in der Gestaltung von Repräsentationsräumen in Residenzschlössern, um den eigenen Herrschaftsanspruch zu betonen. Im Thronsaal des Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil des Historismus umgebauten Schweriner Schlosses wurden für die Säulen und Wandverkleidungen im Unterschied zu den anderen Räumen nicht Holzvertäflungen oder Stuckmarmor beziehungsweise „Stucco lustro“, sondern natürliche Dekorgesteine eingesetzt. Nach einer zeitgenössischen Beschreibung sollen die sechszehn freistehenden Säulen aus carrarischem Marmor und die Sockelzonen der Wände aus klassischem „Verde antico“ bestehen. Letzterer ist ein im alten Rom und in der Antikenrezeption von der Renaissance bis in den Klassizismus hoch geschätzter sogenannter „antiker Marmor“ aus Griechenland. Zerstörungsfreie Untersuchungen mittels Raman-Spektroskopie belegen, dass es sich bei dem Material an den Wänden im Thronsaal tatsächlich um einen Ophicalcit, eine serpentinisierte und karbonatisierte Breccie eines basischen Ausgangsgesteines handelt, jedoch nicht um klassischen „Verde antico“ wie er in der Umgebung von Larisa in Thessalien vorkommt. Die tatsächliche Herkunft des Gesteins konnte bisher nicht geklärt werden. Wahrscheinlich wurde die Bezeichnung „Verde antico“ in der historischen Beschreibung bewusst gewählt, um das Material und dessen Bedeutung für die Raumarchitektur aufzuwerten.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.70.e125004
„… mit rothen als gleichsam Bludtstropfen durchsprenget“: Über die historische Verwendung einer seltenen Sorte von „sächsischem Marmor“
  • Jul 2, 2024
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Ulf Kempe

Die von dem sächsischen Hofjuwelier Johann Heinrich Köhler Anfang des 18. Jahrhunderts geschaffene Perlfigur eines „Schwedischen Grenadiers“ (Dresden, Grünes Gewölbe, Inv.-Nr. VI 103) steht auf einer rotgefleckten Kalksteinplatte, laut historischem Inventar bestehend aus einem „sächsischen Marmor“. Für diesen ungewöhnlich gemusterten Kalkstein lässt sich eine Herkunft aus den historischen Brüchen bei Wildenfels in Westsachsen nachweisen. Der seltene Dekorstein wurde im 18. Jahrhundert in sakralen Kontexten wie am katholischen Hohen Altar im Bautzener Dom, in der Kapelle von Schloss Hubertusburg und an der ehemals in der Schlosskirche Prettin befindlichen sogenannten Schwesterngruft im Freiberger Dom verwendet. Zwei Belege von solchem „Marmor“ haben sich in den geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg und den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden erhalten. Der nach historischen Quellen „wie mit Blut gefleckte“ Kalkstein wurde offensichtlich gezielt in der kirchlichen Innenarchitektur eingesetzt, um eine religiöse Botschaft zu transportieren. Bei der Figur des „Schwedischen Grenadiers“ im Grünen Gewölbe wird diese durch die Verwendung zimtbrauner Hessonite und grüner Smaragde noch zusätzlich unterstrichen.

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  • Research Article
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  • 10.3897/gs.69.e109371
Stratigraphie und Korrelation der Quadersandsteine der oberen Elbtal-Gruppe (Mittelturonium–Unterconiacium, Sächsisches Kreidebecken) – Resümee und neue Ansätze
  • Sep 6, 2023
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Birgit Niebuhr

Die für die Sächsische Schweiz charakteristischen massigen Sandsteine der oberen Elbtal-Gruppe (Mittelturonium–Unterconiacium) wurden syntektonisch von der aufsteigenden Lausitz im Nordosten geschüttet und reichen bis Pirna, wo sie mit dünneren, tonig-mergeligen Zwischenschichten wechsellagern. Für die rechtselbischen Sandsteine der Sächsischen Schweiz erarbeitete Lamprecht (1928, 1931) ein petrographisch-morphologisches Gliederungsschema, dem Seifert (1955) die wechselhaften lithostratigraphischen Einheiten des faziellen Übergangsgebietes bei Pirna gegenüberstellt. Diese Korrelation hat sich in den letzten Jahren durch eigene Arbeiten aufs Feinste bestätigt, wurde aber zwischenzeitlich von dem Mibus’schen Gliederungsschema in den Hintergrund gedrängt. Allerdings demonstrieren Bohrungen in der Umgebung von Pirna eindeutig, dass die Korrelation von Mibus (1975) nicht korrekt ist. Biostratigraphisch konnten in den letzten Jahren erstmals die Basis des Mittelturoniums (mit Collignoniceras woollgari, Mytiloides subhercynicus und M. hercynicus), des Oberturoniums (mit Inoceramus stuemckei) und des Coniaciums (mit Cremnoceramus waltersdorfensis waltersdorfensis) sowohl in der Mergelfazies, der Übergangsfazies als auch in den massigen Sandsteinen der Sächsischen Schweiz definiert werden. Im Mittel- bis Oberturonium lassen sich zwei Sedimentationszyklen von jeweils 810.000 Jahren nachweisen. Die Kreide-Sedimente sind heute 2–3° nach Nordosten senkrecht zur Lausitzer Überschiebung und unter 1° nach Nordwesten parallel zu ihr geneigt. So reihen sich entlang der Elbe die Steinbrüche der berühmten Werksandsteine von der tschechischen Grenze über die Königsberger Elbschleife (Mittelquader der Schmilka-Formation, Unter- bis unteres Mittelturonium) bis nach Pirna (Pirnaer Oberquader / Sandstein c3 der obersten Postelwitz-Formation, mittleres Oberturonium) ungestört aneinander. Die Werksandsteine der Schrammstein-Formation (oberes Oberturonium bis Unterconiacium) stehen in Landbrüchen an.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.68.e86213
Paul Geipel’s palaeobotanical collection – one of the largest and most important former private collections of the Petrified Forest of Chemnitz
  • Dec 20, 2022
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Frank Löcse + 1 more

Recently, the forgotten fossil wood collection of Dresden’s pathologist and patron Paul Geipel was rediscovered. Today, the collection is stored at the Museum and Art Collections Schloss Hinterglauchau, Germany, as part of the Prof. Dr. Paul Geipel Foundation. The collection may be one of the largest and most important former private collections of the Chemnitz Fossil Lagerstätte. The well-preserved specimens include major fossil-genera of the tree-shaped plants from the central European early Permian and several specimens from other sites. In addition, this investigation provided an insight into a historical period of collection research at the beginning of the 20th century, as well as onto an international network of collectors, such as Max Güldner, Richard Baldauf and Adolf Theodor Zacharias, and scientific writers, such as the palaeobotanist Karl Rudolph, the mineralogist Richard Beck and the geologist Leo Wehrli.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.68.e62927
Geschiebestatistische Untersuchungen in Nordwestsachsen
  • Dec 20, 2022
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Werner Windisch

Kurzfassung Die Untersuchung von 130 Grundmoränenproben der 1960er bis 1980er Jahre aus Nordwestsachsen untermauert von der Geschiebestatistik her die stratigraphische Gliederung der Grundmoränen. Dabei wird belegt, dass sowohl die Elster- als auch die Saalekaltzeit mit einem quarzreichen, dolomit- und kalksteinärmeren Vorstoß beginnt, im nachfolgendem 2. Vorstoß kehren sich die Anteile um. Statistischerseits besteht bis auf diese allgemeine Feststellung keine Korrelation mit dem nördlich anschließenden nordostdeutschen Raum. Die geprüften statistischen Verfahren ergaben keine hinreichende Trennung der einzelnen Horizonte. Eine Trennung ist dagegen mit Dreiecksdiagrammen für NK-Q-PK (nordisches Kristallin – Quarz – paläozoische Kalke) und NK-Q-F (nordisches Kristallin – Quarz – Feuerstein) möglich, in die sich auch Geschiebelehme einordnen lassen. Die Gliederung für die Fraktionen 4–10 mm und 7–15 mm sind sich sehr ähnlich. Da sich jedoch die Bereiche für E I und S I sowie E II und S II 1 sehr stark überdecken, ist das Verfahren nur für die Gliederung in einer Eiszeit (Elster oder Saale), sonst nur zusammen mit anderen Methoden (z.B. Schnittdarstellungen) verwendbar. Im untersuchten Raum (ca. 240 km2) ist der Geschiebebestand der einzelnen Moränen nach statistischen Verfahren weitgehend homogen („statistisch zufällig“). An mehreren Objekten wird die Aussagekraft der Methode belegt.

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  • Research Article
  • 10.3897/gs.67.e78579
Der Grillenburger Sandsteinbruch am Flügel Jägerhorn (Cenomanium, Tharandter Wald, Sachsen) – historisch berühmt und geologisch verkannt
  • Dec 16, 2021
  • Geologica Saxonica – Journal of Central European Geology
  • Birgit Niebuhr + 2 more

Der Steinbruch am Flügel Jägerhorn westlich von Grillenburg ist vermutlich der älteste Kreidesandsteinbruch des Tharandter Waldes, in Betrieb seit etwa 1170. Historisch belegt ist, dass beispielsweise 1225 die Goldene Pforte des Freiberger St.-Marien-Doms aus Grillenburger Sandstein gefertigt wurde. Die vom Universalgelehrten J. F. Henckel (1722) veröffentlichten Kupferstiche der fossilen Hahnenkamm-Muschel Rastellum carinatum und der Pectinide Merklinia aspera aus dem „Sandsteinbruche im Grüllenburger Walde“ sind in der Literatur die bisher ältesten bekannten Abbildungen von sächsischen Kreide-Fossilien. Im Sandsteinbruch am Flügel Jägerhorn ist als unterster Abschnitt die über 5 m mächtige „Werksteinbank“ aufgeschlossen, der marine Werksandstein der oberen Oberhäslich-Formation (unteres Obercenomanium), der fälschlicherweise in den letzten über 130 Jahren der kontinentalen Niederschöna-Formation (Untercenomanium) zugeordnet und als fossilfreier Dünensandstein interpretiert wurde. Die obersten 1,50–2 m der „Werksteinbank“ beinhalten neben Glaukonit auch fünf verschiedene Spurenfossilien der Skolithos-Ichnofazies, die sandig-flachmarine Ablagerungsräume charakterisiert. Es folgt die Pennrich-Formation (oberes Obercenomanium) mit dem ca. 1,50 m mächtigen plenus-Horizont und einem Transgressionskonglomerat aus bis zu 15 cm großen, gut gerundeten Rhyolith-Geröllen an der Basis. Zuoberst sind im Steinbruch noch 3–7 m gut gebankte, spiculitisch-glaukonitische Siltsteine erhalten. Diese lithostratigraphische Abfolge ist typisch für das Osterzgebirge: marines Mittel- und Obercenomanium überlagert fluviatiles Untercenomanium. Die mittlere und obere Oberhäslich-Formation im Tharandter Wald – auflagernd auf der fluviatilen, mittleren Niederschöna-Formation und überlagert von der tiefermarinen Pennrich-Formation – ist etwa 20 m mächtig; als einziger cenomanzeitlicher Werksandstein der sächsischen Kreide wurden jeweils die obersten 5–7 m gebrochen. Bei Grillenburg transgredieren die Abfolgen der Oberhäslich- und Pennrich-Formation auch direkt auf den permischen Rhyolith der Tharandter-Wald-Caldera. Äolische Sedimente sind aus der sächsischen Kreide nicht bekannt.