- Research Article
- 10.1007/s00772-023-01004-5
- Jun 4, 2023
- Gefasschirurgie
- Inka Terhorst + 2 more
- Supplementary Content
14
- 10.1007/s00772-023-00986-6
- Jan 1, 2023
- Gefasschirurgie
- Rainer Minz + 2 more
HintergrundIn den vergangen 30 Jahren hat sich in Deutschland die Anzahl der Krankenhäuser um 21 % und die Anzahl der Krankenhausbetten um 27 % reduziert. Im selben Zeitraum halbierte sich die durchschnittliche Verweildauer der Krankenhausfälle. Dennoch ist die Systemeffizienz zu gering.FragestellungUrsachen für die Systemineffizienz im Krankenhaussektor und Ansätze für eine Krankenhausreform.Material und MethodeAuswertung der amtlichen Statistiken, Zusammenfassung von Grundlagenarbeiten, Studien und Expertenempfehlungen sowie Übersichtsaufsätze.ErgebnisseDas ordnungspolitische Nebeneinander von Krankenhausplanung und Krankenhausfinanzierung führt zu einer strukturellen Unterfinanzierung von Krankenhäusern und zu einer suboptimalen Versorgung mit Krankenhausleistungen. Das rein stationär bezogene Vergütungssystem konserviert stationäre Behandlungsformen. Deutschland weist im internationalen Vergleich eine sehr hohe Krankenhausdichte auf. Dies verschärft den Fachkräftemangel in den Gesundheitsfachberufen. Außerdem haben deutsche Krankenhäuser einen zu niedrigen Digitalisierungsgrad.SchlussfolgerungEine Reduzierung der Anzahl an Krankenhäusern mit gleichzeitig zunehmender Spezialisierung kann sowohl die Versorgungsqualität für die Patienten als auch die Effektivität des Einsatzes knapper Fachkräfte erhöhen. Es bedarf eines nach Versorgungsstufen differenzierten Finanzierungskonzepts. Eine Steigerung der Attraktivität von Gesundheitsfachberufen, insbesondere durch eine Verbesserung der Ausbildung, kann dem Fachkräftemangel begegnen. Das Krankenhauswesen muss mit der Digitalisierung aufschließen, um zeitgemäß ausgestattete Arbeitsplätze und modern organisierte Arbeitsprozesse anbieten zu können, auch, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
- Supplementary Content
- 10.1007/s00772-022-00950-w
- Nov 18, 2022
- Gefasschirurgie
- Udo Barth + 3 more
EinleitungDie demografische Entwicklung in Deutschland und insbesondere in Sachsen-Anhalt (SA) stellt auch die Gefäßchirurgie vor Herausforderungen, denn die Inzidenz der Gefäßerkrankungen ist, dem demografischen Wandel folgend, gestiegen. So wird die Prävalenz der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) in den industrialisierten Ländern bei Personen über 60 Jahren bei ca. 10–20 % geschätzt, sodass auch hier mit dem demografischen Wandel die Anzahl der Betroffenen steigen wird. Gerade im ländlichen Raum scheint es für Patienten schwieriger zu sein, eine entsprechende fachärztliche Behandlung zu erreichen.Material und MethodenKompakte narrative Kurzübersicht, basierend auf selektiven Referenzen der aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Literatur und eigenen Erfahrungen aus der täglichen Praxis beim Aufbau einer gefäßchirurgischen Abteilung im ländlichen Raum.ErgebnisseIm Jahr 2020 lag die Einwohnerzahl im Landkreis Jerichower Land (SA) bei etwa 89.403 (männlich: 44.489, weiblich: 44.914). Die Altersverteilung in den für die pAVK relevanten Altersgruppen gestaltet sich derart: 65–74 Jahre – gesamt 12,38 %; ab 75 Jahre – gesamt 13,85 %; Durchschnittsalter 48,36 Jahre (Bevölkerungsdichte: 56,4/km2). Laut Kassenärztlicher Vereinigung SA kamen 2019 in Burg (SA) 605 Patienten auf einen Arzt.Insgesamt 5087 Pflegebedürftige gab es 2019 im Landkreis. Bei so einer geringen Bevölkerungsdichte, geringer Arztdichte, hohem Altersdurchschnitt, hohem Anteil an Menschen im Alter von über 75 Jahren sowie einer hohen Anzahl an Pflegebedürftigen ist mit einer Einschränkung der Mobilität und Erreichbarkeit einer gefäßchirurgischen Versorgung zu rechnen, was sich in der hohen Anzahl an pAVK-Stadium IV (FONTAINE) in der initialen Patientenklientel widerspiegelte.Jeder Aufbau einer gefäßchirurgischen Abteilung ist mit einer erheblichen finanziellen und materiellen Investition verbunden, die der Träger der Einrichtung bereit sein muss vorzunehmen.Neben der materiellen Investition ist ebenfalls das Vorhandensein eines entsprechend qualifizierten Personals zur Implementierung und Aufrechterhaltung der kontinuierlichen Versorgung zu bedenken.SchlussfolgerungDer hohe Anteil von pAVK gefährdeten und daran leidenden Einwohnern in einem ländlich strukturierten Raum mit geringer Bevölkerungs- und Arztdichte erlaubt die Investition in die Neugründung einer gefäßchirurgischen Abteilung, um eine standortnahe Versorgung bei eingeschränkter Mobilität und Selbsthilfe in dieser Patientenklientel zu gewährleisten, damit letztlich aus angemessener gesundheitspolitischer Sicht, aber durchaus auch aus der Perspektive einer relevanten Erlösaussicht.
- Abstract
- 10.1007/s00772-022-00930-0
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- Abdalhafez El Beyrouti H + 4 more
- Front Matter
- 10.1007/s00772-022-00935-9
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- Axel Larena-Avellaneda
- Front Matter
10
- 10.1007/s00772-022-00916-y
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- Christian-Alexander Behrendt + 10 more
- Front Matter
- 10.1007/s00772-022-00859-4
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- Axel Larena-Avellaneda
- Research Article
- 10.1007/s00772-022-00905-1
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- Majid Kazemtash + 5 more
- Research Article
- 10.1007/s00772-022-00934-w
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- L.-G Koepke + 2 more
- Supplementary Content
5
- 10.1007/s00772-022-00901-5
- Jan 1, 2022
- Gefasschirurgie
- Benedikt Reutersberg + 5 more
Einer der Hauptrisikofaktoren für das Vorliegen einer Karotisstenose und des karotisbedingten Schlaganfalls ist das Lebensalter. Ziel dieses Übersichtsartikels ist die Darstellung des aktuellen Wissensstands über altersbedingte Veränderungen der Gefäße am Beispiel der Karotisstenose.Die Gefäßalterung (vaskuläre Seneszenz) als Abnahme struktureller und funktioneller Eigenschaften der Gefäßwand spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab. Auf multizellulärer Ebene kommt es mit zunehmendem Alter hauptsächlich aufgrund von atherosklerotischen Veränderungen der Gefäßwand zu einer Zunahme von Gefäßvolumen und -durchmesser sowie der Intima-Media-Dicke. Auf zellulärer und extrazellulärer Ebene kommt es zur Abnahme von Elastinfasern, glatten Muskelzellen und der Gesamtzellularität sowie zur Zunahme der Lipid‑, Cholesterin- und Kalziumphosphatablagerungen und der Neovaskularisierung. Ursachen der Gefäßalterung auf molekularer Ebene sind insbesondere oxidativer Stress, chronische Entzündungsreaktion, mitochondriale Dysfunktion, epigenetische Veränderungen, Dysregulation der Expression nicht kodierender RNAs (ncRNAs) und die Zunahme der Seneszenz. Der altersbedingte Verlust der Heilungs- und Reparaturfähigkeit des Gewebes macht die Plaques vulnerabler und im Falle der A. carotis anfälliger für ischämische Schlaganfälle.Zunehmende Erkenntnisse über den Einfluss des Alterns auf die Epigenetik und der ncRNAs in atherosklerotischen Plaques kann zukünftig das individuelle Risiko von Patienten genauer quantifizieren und zur Entwicklung zielgerichteter Therapiestrategien beitragen. Weitere Studien sind auf diesem Gebiet jedoch notwendig, um das gesamte Ausmaß der Gefäßalterung und den damit einhergehenden Erkrankungen zu verstehen, damit diesen dann gezielt entgegenwirkt werden kann.