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  • Research Article
  • 10.1055/a-2809-8493
Praktische Anwendung der DVO-Leitlinien bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen – Möglichkeiten und Grenzen
  • Mar 26, 2026
  • Aktuelle Rheumatologie
  • Peter Oelzner + 3 more

Zusammenfassung Basierend auf dem in der 2023 aktualisierten Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr abgebildeten Frakturrisikomodell des Dachverbands der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften (DVO) wird das Risiko für vertebrale Frakturen und proximale Femurfrakturen innerhalb der nächsten 3 Jahre ermittelt. Das Frakturrisikomodell basiert zunächst auf Alter, Geschlecht sowie dem mittels dualer X-ray-Absorptiometrie (DXA) ermittelten niedrigsten T-Score des Gesamtfemur und wird durch eine Vielzahl klinischer Risikofaktoren ergänzt. In Abhängigkeit davon, ob das Frakturrisiko innerhalb der nächsten 3 Jahre 3 –<5%, 5 –<10% oder mehr als 10% beträgt, wird eine differenzierte Empfehlung für die spezifische osteologische Pharmakotherapie abgeleitet. Osteoporose und Frakturen zählen zu den wichtigsten Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Im DVO-Frakturrisikomodell nehmen die hochdosierte prolongierte Therapie mit Glukokortikoiden (GK) und die Rheumatoide Arthritis einen sehr hohen Stellenwert ein. Nach den aktuellen Leitlinien zur Therapie entzündlich-rheumatischer Systemerkrankungen erfolgt bei Patienten mit ANCA-assoziierten Vaskulitiden, Riesenzellarteriitis, Polymyalgia rheumatica, schweren Verläufen des systemischen Lupus erythematodes (SLE) und inflammatorischen Myopathien in der Regel die Einleitung einer GK-Therapie mit GK-Dosen von mindestens 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag über mehr als 3 Monate. Diese Patienten haben aufgrund der neu eingeleiteten, hoch dosierten und längerfristigen GK-Therapie nicht nur ein deutlich erhöhtes 3-Jahres-Frakturrisiko, sondern auch ein erhöhtes Frakturrisiko innerhalb des Folgejahres. Von allen im DVO-Risikomodell abgebildeten Erkrankungen ist der Rheumatoiden Arthritis (RA) der höchste Risikogradient zugeordnet. Die Diagnose einer RA insbesondere in Kombination mit weiteren Risikofaktoren ist daher ebenfalls mit einem sehr hohen Frakturrisiko assoziiert. Weitere im Risikomodell abgebildete entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind der systemische Lupus erythematodes (SLE) und die Ankylosierende Spondylitis (AS). Beide Erkrankungen manifestieren sich typischerweise im jüngeren Erwachsenenalter. Somit sind nicht alle Patienten mit SLE und AS im DVO-Risikomodell abgebildet. Die 2022 aktualisierte Leitlinie zur Prophylaxe und Behandlung der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose des American College of Rheumatology (ACR) bildet auch jüngere Patienten mit GK-Therapie ab und kann zur Kalkulation des Frakturrisikos genutzt werden. Bei AS ist durch osteoproliferative Veränderungen die Wertigkeit der DXA eingeschränkt, und der Trabecular Bone Score zeigt eine bessere Assoziation mit dem Frakturrisiko. Verschiedene Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sind ebenfalls als Risikofaktoren für Frakturen in der DVO-Leitlinie abgebildet und können das Frakturrisiko bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen weiter erhöhen. Zu diesen osteologisch relevanten Komorbiditäten zählen Diabetes mellitus, chronische Niereninsuffizienz CKD 3a, 3b und 4, chronische Herzinsuffizienz, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung und Depression bzw. die Behandlung mit Antidepressiva. Zur optimalen Prophylaxe von Frakturen ist zudem eine frühzeitige osteologische Diagnostik bereits zum Zeitpunkt der Diagnose der entzündlich-rheumatischen Erkrankung erforderlich. Die folgende Übersicht zeigt Möglichkeiten der praktischen Anwendung der DVO-Leitlinie und anderer Leitlinien zur Osteoprotektion bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auf. Ferner werden epidemiologische Aspekte von Osteoporose und Frakturen sowie osteologisch relevante Komorbiditäten bei den verschiedenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen dargestellt.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2768-8623
Handgelenkarthroskopie bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen – Was ist heute möglich?
  • Feb 13, 2026
  • Aktuelle Rheumatologie
  • Ralph Gaulke

Zusammenfassung Die Handgelenkarthroskopie hat in den letzten Jahren durch die Veränderung des Krankheitsverlaufes entzündlich-rheumatischer Erkrankungen an Bedeutung gewonnen. Neben der Synovialektomie haben auch gelenkerhaltende Eingriffe, wie die Frakturversorgung am distalen Radius und die Reinsertion des trianguläre fibrokartilaginären Komplexes in dieser Klientel zugenommen. Die Teilarthrodesen des Handgelenkes können heute häufig arthroskopisch kontrolliert perkutan erfolgen und führen zu einer geringeren Kapselvernarbung mit geringerer postoperativer Einschränkung insbesondere der Handgelenkflexion.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2768-8562
Zukünftige nicht-operative Therapieansätze der Arthrose: Aktueller Stand und Ausblick
  • Feb 6, 2026
  • Aktuelle Rheumatologie
  • Reza Sorbi + 4 more

Zusammenfassung Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und stellt einen wesentlichen Faktor für Schmerzen, funktionelle Einschränkungen und die Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen dar. Die Erkrankung ist durch den fortschreitenden Abbau von Gelenkknorpel und strukturelle Veränderungen des subchondralen Knochens, der Synovialmembran und periartikulärer Gewebe gekennzeichnet. Ihre Ätiologie ist multifaktoriell und umfasst mechanische, metabolische, inflammatorische sowie genetische Faktoren. Das therapeutische Vorgehen verfolgt primär das Ziel, Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu verbessern. Nicht-pharmakologische Maßnahmen sind Bewegungstherapie, Gewichtsreduktion und Patientenschulung, die individuell an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden sollten. Pharmakologisch stellen topische nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) die Therapie erster Wahl dar. Substanzen zur zentralen Schmerzmodulation oder systemische Therapien spielen nur in ausgewählten Fällen eine Rolle. Intraartikuläre Anwendungen können kurz- bis mittelfristig wirksam sein, ihre Langzeiteffekte sind jedoch begrenzt. Der aktuelle Forschungsfokus liegt auf krankheitsmodifizierenden und regenerativen Therapieansätzen, die auf eine Beeinflussung der strukturellen Progression und der zugrunde liegenden molekularen Mechanismen abzielen. Disease-Modifying Osteoarthritis Drugs (DMOADs) wie Sprifermin, Lorecivivint oder ADAMTS-5-Inhibitoren werden hinsichtlich ihrer Fähigkeit untersucht, Knorpelregeneration zu fördern, subchondrale Umbauprozesse zu modulieren und Entzündungsreaktionen zu hemmen. Trotz vielversprechender präklinischer Ergebnisse konnte bislang jedoch kein Wirkstoff in klinischen Studien einen konsistenten strukturellen oder symptomatischen Nutzen nachweisen. Biologische Verfahren wie Stammzelltherapien mit mesenchymalen Stammzellen (MSCs) führen in Studien zu funktionellen Verbesserungen, während der strukturelle Nutzen noch unklar ist. Innovative Materialien wie injizierbare Hydrogele und Methoden des Knorpelgewebe-Engineerings schaffen neue Perspektiven für die Regeneration, stoßen jedoch auf Herausforderungen hinsichtlich Langzeitstabilität, biologischer Integration und kontrollierter Wirkstofffreisetzung. Gentherapeutische Ansätze, die eine lokale Expression antiinflammatorischer oder regenerativer Faktoren ermöglichen, gelten als vielversprechend, erfordern aber weitere Sicherheitsprüfungen. Insgesamt bleibt die Arthrose ein komplexes, multifaktorielles Krankheitsbild, das einen multimodalen und endotypbasierten Therapieansatz erfordert. Während konservative Maßnahmen weiterhin den Grundpfeiler der Behandlung darstellen, eröffnen neuartige molekulare, zellbasierte und biomaterialgestützte Therapien neue Perspektiven für eine kausale, regenerative Gelenkbehandlung. Zukünftige Fortschritte hängen maßgeblich von interdisziplinären, translationalen Forschungsstrategien ab, die biotechnologische Innovationen mit klinischer Evidenz verknüpfen. Langfristig könnte dies den Übergang von einer rein symptomorientierten zu einer strukturerhaltenden und krankheitsmodifizierenden Arthrosetherapie ermöglichen.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2723-6022
Functional Gastrointestinal Disease In Patients with Rheumatoid Arthritis: Disease Activity, Functionality, and Quality of Life
  • Jan 27, 2026
  • Aktuelle Rheumatologie
  • Ayşegül Özdoğan Bircan + 4 more

Abstract Rheumatoid arthritis (RA) is an autoimmune disease characterised by systemic inflammation, with gastrointestinal symptoms being among the most common extra-articular manifestations. Functional gastrointestinal disorders (FGIDs), which occur in the absence of an organic cause, are reported more frequently in patients with autoimmune diseases. This study investigated the rate of FGIDs in RA patients, its relationship with RA disease activity, and its effect on the quality of life of RA patients. All RA patients completed the Rome IV questionnaire, the Short Form 12 (SF-12), and the Health Assessment Questionnaire (HAQ) to assess disease and general health. The Disease Activity Score (DAS 28), the number of tender and swollen joints, and acute-phase reactant levels were used to assess disease activity, with results recorded together with demographic data. Of the 115 RA patients, 54.8% had FGIDs, with the most common type being functional dyspepsia (FD) (39.1%). Other diagnoses included irritable bowel syndrome (16.5%), functional constipation (13.9%), and functional diarrhoea (7.8%). Patients with FGIDs had higher DAS28 scores compared to those without (median 3.77 [interquartile range: 2.68] vs. 2.96 [1.99]; p=0.017). After applying the Bonferroni correction for multiple tests (corrected significance level p<0.0042), we found that correlations between functional constipation and functional dyspepsia and quality of life outcomes were not statistically significant. FGIDs are common among RA patients and are associated with more severe symptoms and reduced quality of life. Their management may involve various strategies.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2720-5838
Circulating IL-23 Levels and Correlation with SLE Disease Activity: A Meta-Analysis
  • Dec 4, 2025
  • Aktuelle Rheumatologie
  • Young Ho Lee + 1 more

Abstract This study aimed to evaluate the relationship between circulating interleukin-23 (IL-23) levels and systemic lupus erythematosus (SLE) as well as the correlation between plasma/serum IL-23 levels and SLE activity. The MEDLINE, EMBASE, and Web of Science databases were searched for relevant publications up to February 2025. We performed a meta-analysis comparing plasma/serum IL-23 levels between patients with SLE and healthy controls and examined correlation coefficients between circulating IL-23 levels and SLE disease activity. Sixteen studies comprising 1,125 patients with systemic lupus erythematosus (SLE) and 774 healthy controls were included. Circulating IL-23 levels were significantly elevated in the SLE group compared with controls (standardised mean difference [SMD]=1.225, 95% confidence interval [CI]=10.803–1.647, p<0.001). Subgroup analyses confirmed consistent findings across ethnic groups (European, Asian, and Arab populations), and the results remained significant irrespective of study size, with both large-sample (n>70) and small-sample (n<70) studies demonstrating higher IL-23 levels in SLE. Stratification by publication year showed that this association persisted in both recent (after 2017) and older (before 2017) publications, indicating temporal stability of the findings. Disease activity analysis revealed significantly higher IL-23 levels in patients with active disease (SLEDAI≥6) compared with those with inactive SLE (SLEDAI<6) (SMD=0.928, 95% CI=0.351–1.505, p<0.001). A pooled analysis of correlation coefficients indicated a trend toward a positive association between circulating IL-23 levels and SLEDAI scores, although this did not reach statistical significance. However, a significant positive correlation was identified between IL-23 levels and anti-dsDNA (correlation coefficient=0.388, 95% CI=0.189–0.556, p<0.001). Elevated circulating IL-23 levels were significantly associated with SLE and with disease activity. These findings enhance our understanding of SLE pathogenesis and suggest that IL-23 could serve as a biomarker for monitoring disease activity in SLE.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2682-0230
Systemische Sklerose: Fehlen funktioneller Autoantikörper gegen AT1R und ETAR
  • Nov 26, 2025
  • Aktuelle Rheumatologie

Verschiedene Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Autoantikörpern gegen den Angiotensin-II-Rezeptor Typ 1 (AT1R) und den Endothelin-1-Rezeptor Typ A (ETAR) mit der vaskulären Pathologie bei systemischer Sklerose (SSc) hin. Die Autoren analysierten in dieser Studie die funktionellen Effekte von IgG aus SSc-Patienten auf die AT1R- und ETAR-Signalwege sowie die nachgeschaltete Endothelzellantwort.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2646-7534
Flexibilität und Selbstfürsorge sichern Berufschancen junger SLE-Patienten
  • Nov 26, 2025
  • Aktuelle Rheumatologie

Eine berufliche Beschäftigung ist für die Gesundheit, u. a. auch für den Zugang zur medizinischen Versorgung, essenziell. Bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) sind die Erwerbsquoten oft niedrig und eine Rückkehr in den Job schwierig, da Faktoren wie Organschäden, Müdigkeit oder psychische Probleme die Erwerbslage verschlechtern. Golding et al. analysierten die Berufserfahrungen junger SLE-Patienten.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2682-0246
Zusammenhang zwischen Schilddrüsenfunktion und Arthrose
  • Nov 26, 2025
  • Aktuelle Rheumatologie

Arthrose ist die häufigste degenerative Gelenkerkrankung und die primäre Ursache für körperliche Einschränkungen bei älteren Erwachsenen. Schilddrüsenhormone sind kritisch für Skelettentwicklung und Knochenerhalt. Obwohl genetische und tierexperimentelle Studien auf eine kausale Rolle von Schilddrüsenhormonen bei der Entstehung von Arthrose hindeuten, gibt es bisher keine groß angelegten Kohortenstudien, die diese Assoziation untersucht haben.

  • Research Article
  • 10.1055/a-2658-2679
Update rheumatoide Arthritis
  • Nov 26, 2025
  • Aktuelle Rheumatologie
  • Christoph Baerwald + 1 more

  • Research Article
  • 10.1055/a-2683-2053
Entzündungshemmende Ernährung reduziert das Risiko für Gicht bei Frauen
  • Nov 26, 2025
  • Aktuelle Rheumatologie

Gicht wird durch Hyperurikämie verursacht, die durch Ablagerung von Mononatriumurat (MSU)-Kristallen in den Gelenken Gelenkentzündungen und -schäden auslöst. Lebensstilfaktoren wie z. B. die Ernährung beeinflussen die Entstehung der Gicht, können sich jedoch zwischen Frauen und Männern unterscheiden. Rai et al. untersuchten den geschlechtsspezifischen Zusammenhang zwischen einer proinflammatorischen Ernährungsweise und dem Auftreten einer Gicht.