Rauchverhalten in Deutschland: ein Vergleich verschiedener bundesweiter Studien
Zusammenfassung: Zielsetzung: Ziel ist es, potenzielle methodische Einflüsse auf die Schätzung der bundesweiten Rauchprävalenz zu beschreiben. Es werden vier national repräsentative Studien zum Rauchverhalten in Deutschland verglichen: der Alkoholsurvey, die Deutsche Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA), der Epidemiologische Suchtsurvey (ESA) und die Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA). Es werden Prävalenzschätzungen nach versuchter Harmonisierung der Daten (d. h. Angleichung methodischer Merkmale) in allen Studien berichtet, gefolgt von einer Schätzung der gepoolten meta-analytischen mittleren Rauchprävalenz für ausgewählte Altersgruppen. Methodik und Ergebnisse: Die vier Studien unterscheiden sich hinsichtlich der Stichprobenziehung, der Form der Datenerhebung (z. B. persönlich an der Haustür oder per Telefon), und in der Formulierung der Fragen und der Antwortoptionen zum Rauchverhalten. Eine Harmonisierung war nur teilweise möglich, und zwar hinsichtlich des Erhebungszeitraums (Jahr 2021) und der Einteilung der Altersgruppen. Die Neuberechnung nach dieser Teil-Harmonisierung ergab ähnliche Rauchprävalenzen in den Altersgruppen 14–17 Jahre und 65 Jahre oder älter. In den übrigen Altersgruppen blieben Unterschiede bestehen. Schlussfolgerungen: Unterschiede im methodischen Vorgehen können zu abweichenden Ergebnissen in bundesweiten Studien zur Rauchprävalenz führen. Die Arbeit liefert Ansatzpunkte für eine verbesserte Berichterstattung, wie der Berechnung von teilweise harmonisierten, gepoolten Schätzwerten für Kernzahlen wie der Rauchprävalenz.
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