Netzwerke mit Sinn

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Der Beitrag liefert einen Überblick über die Theorie sozialer Strukturen von Harrison White und ordnet diese in den Kontext der soziologischen Theorie ein. Im Zentrum von Whites Theorie stehen soziale Konstellationen auf der Meso-Ebene. Diese werden als Netzwerke sozialer Beziehungen gefasst, die mit Sinn und kulturellen Deutungsmustern verknüpft sind. Das Verhalten von Identitäten wird in Erzählungen beobachtet, die die Identitäten in Beziehung zueinander setzen und definieren. Jedes Netzwerk hat dabei eine eigene Domäne kultureller Formen, mit denen Beziehungen markiert und ausgehandelt werden. Darüber hinaus werden Netzwerke durch kulturelle Stile, Institutionen, Typen formaler Organisation („Disziplinen“) und Makro-Strukturen („Kontrollregimes“) geprägt. Das beständige Switching zwischen Kontexten in der Kommunikation destabilisiert diese immer wieder und sorgt für soziale und kulturelle Veränderungen. White liefert hiermit eine komplexe und innovative Theorie für die Netzwerkforschung. Diese folgt einer empiristischen, wertfreien und induktiven Theoriekonstruktion im Sinne des logischen Positivismus.

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