Konsummuster und Auswirkungen des Kokainkonsums im Gruppenvergleich

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Zusammenfassung: Ziel: In Deutschland liegen nur wenige Erkenntnisse zu den Konsummustern und der Versorgung von Kokainkonsumierenden vor. Studienziel war, die Konsummuster, Auswirkungen, Hilfebedarfe und Hilfenutzung unter aktiven Kokainkonsumierenden zu untersuchen. Methode: Online-Befragung basierend auf einem standardisierten Fragebogen (Konsumgründe, SDS, Audit-C, BSI-18, selbst entwickelte Fragen). Teilnehmen konnten Erwachsene mit einem Kokainkonsum an mindestens 5 Tagen in den letzten 12 Monaten. 204 Teilnehmende wurden in die Analyse einbezogen, die drei Konsumgruppen zugeordnet wurden: Kokain gelegentlich (n = 52), regelmäßig (n = 72) und intensiv (n = 80). Ergebnisse: Die Befragten waren zu 60 % männlich, durchschnittlich 29 Jahre alt und in allen drei Gruppen sozial integriert. Statistisch signifikante Gruppenunterschiede fanden sich bei einer Kokainabhängigkeit (Gruppe 3: 50.5 % vs. Gruppe 1: 13.5 %, p ≤ 0.001), einem Kokainkonsum zum Coping von Depressionen und Sorgen (Gruppe 3: 45.6 % vs. Gruppe 1: 19.2 %, p = 0.008) und Aggressionen als negative Auswirkungen (Gruppe 3: 11.3 % vs. Gruppe 1: 1.9 %, p = 0.034). Weitere statistisch signifikante Gruppenunterschiede waren beim Bedarf nach professioneller Hilfe zur Reduktion des Kokainkonsums vorhanden (Gruppe 3: 38.0 % vs. Gruppe 1: 5.8 %, p ≤ 0.001). Insgesamt hat mehr als die Hälfte aller Befragten Online – Informationen genutzt. Schlussfolgerung: Mit steigender Konsumintensität nehmen psychosoziale Belastungen und Negativauswirkungen zu, so dass oftmals ein Hilfebedarf zur Regulierung des Konsumverhaltens besteht.

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