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„Hydrophob“ oder einfach „nicht hydrophil genug“? Warum sich Öl nicht in Wasser löst

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Die geringe Löslichkeit unpolarer Stoffe in Wasser wird in Schulbüchern oft energetisch begründet, indem die starken Wasserstoffbrücken zwischen Wassermolekülen nicht durch schwache Van‐der‐Waals‐Wechselwirkungen überwunden werden könnten. Experimentelle Daten zeigen jedoch, dass der Lösungsvorgang von Alkanen in Wasser sogar exotherm verläuft und die geringe Löslichkeit stattdessen entropische Ursachen hat. Diese Tatsache ist in der Fachwissenschaft Chemie seit den 1940er‐Jahren bekannt, hat jedoch in deutschsprachigen Schul‐ und Lehrbüchern bislang keine Berücksichtigung gefunden. Dieser Artikel untersucht die Fehlkonzepte zum hydrophoben Effekt und präsentiert alternative Erklärungsansätze auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Um Fehlvorstellungen zu vermeiden, wird insbesondere eine differenzierte Betrachtung von Hydrophilie als Kontinuum anstelle einer dichotomen Einteilung in „hydrophil“ und „hydrophob“ vorgeschlagen.

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