Gibt es Geschlechterunterschiede beim Lese-Erwerb?
Abstract
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In den Lesekompetenzen von Kindern und Jugendlichen bestehen Geschlechterunterschiede zugunsten von Mädchen. Auch die Tatsache, dass Jungen im Vergleich zu Mädchen höhere Prävalenzraten bzgl. Lese- und Rechtschreibstörungen haben, sprechen dafür. In den USA wurden in der NAEP-Studie (National Assessment of Educational Process) über einen Zeitraum von 3 Jahrzehnten schriftsprachliche Leistungen von 3,9 Mio. Kindern untersucht und ebenso die Überlegenheit von Mädchen im Lesen belegt (Reilly et al., 2019). Unterschiede im Lesen zeigten sich bereits ab der 4. Klasse und nahmen bis zur 12. Klasse zu. Am unteren Ende der Leistungsverteilung lagen überproportional viele Jungen und am oberen überproportional viele Mädchen.