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Die 3M-Perspektive auf die Mobilität: Mobilitätsvermögen, Mobitus und Mobitat (3M) als Kategorien der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung

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Zusammenfassung Mobilität wird als sozialwissenschaftliche Kategorie meistens als Mobilität des gesellschaftlichen Auf- oder Abstiegs von Individuen oder Gruppen in einer ungleichen, hierarchischen Gesellschaft aufgefasst. Seit kurzem sind verstärkte Bemühungen zu verzeichnen, die Relation von sozialer und räumlicher Mobilität im Kontext eines Gerechtigkeitsdiskurses zu untersuchen. In den Hintergrund treten dabei einige vielversprechende Bemühungen, Mobilität in den Kategorien von Pierre Bourdieu zu fassen und damit die Verbindung von sozialer und räumlicher Mobilität poststruktural-materialistisch zu analysieren. Diese Bemühungen waren nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt: Weder ist räumliche Mobilität ein prominentes Thema der Soziologie geworden, noch hat die „Bourdieu-Schule“ einen bedeutenden innovativen Schub durch die Beschäftigung mit der Mobilität erhalten. Dies liegt möglicherweise an der kategorialen Unzulänglichkeit der bisherigen Ansätze. Dem möchte der folgende Beitrag mit einer theoretischen Bestimmung dreier Kategorien entgegentreten, mit denen die räumliche Mobilität sinnvoll in Bourdieus Praxeologie eingeordnet werden kann und mit denen die Soziologie bei der Erforschung räumlicher Mobilität eine größere Rolle spielt. Es geht mit der Einführung der drei Kategorien Mobilitätsvermögen, Mobitus und Mobitat um den Entwurf einer soziologischen Theorie der Mobilität.

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