Aktueller Stand der Weiterbildung in Orthopädie und Unfallchirurgie mit Fokus auf die Schulter- und Ellenbogenchirurgie
Zusammenfassung Die Weiterbildung in Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelt sich international von zeitbasierten zu kompetenzorientierten Modellen. Im deutschsprachigen Raum ist die Ausbildungsdauer auf 6 Jahre festgelegt und durch Operationskataloge strukturiert. Dennoch bestehen Defizite: AssistenzärztInnen wird eine geringe operative Eigenständigkeit zugestanden und sie werden zu einem großen Anteil mit nicht-ärztlichen Tätigkeiten betraut. Während in der deutschen Facharztausbildung die Schulter mit mindestens 20 arthroskopischen Eingriffen explizit curricular berücksichtigt wird, bleibt der Ellenbogen ohne eigene Kategorie und wird nur indirekt erfasst. Damit hängt die operative Erfahrung in diesen Bereichen stark von Klinikstrukturen ab. Im internationalen Vergleich sind die Vorgaben differenzierter und häufig mit höheren Eingriffszahlen verbunden.